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Sommerferien - Lacanau-Ocean

Unsere beiden "Großen", Lea und Niklas, verbrachten in den vergangenen Jahren immer die jeweils letzten Wochen der Sommerferien in einem Zeltlager. Für die Lagerkinder ist dies der Höhepunkt eines jeden Jahres; 18 Tage Lagerleben, ohne Eltern, ohne Schulstress, nur mit vielen anderen Jugendlichen die Tage verbringen. Das sollte dieses Jahr nicht anders sein. Für uns bietet diese Zeitspanne somit die Möglichkeit nur mit Liam einige Tage zu entspannen.

Wir feierten noch den 80zigsten Geburtstag meines Onkels in Hennef bevor es am nächsten Tag durch Luxemburg in Richtung Lacanau ging. Da ich in Frankreich die Autobahn in Anbetracht der horrenden Gebühren vermeiden möchte, dauerte die Fahrt doch etwas länger. So legten wir in einem kleinen Ort bei Brive-la-Gaillarde (Google Maps) einen Zwischenstopp ein, um dort einige Stunden zu schlafen. Am nächsten Morgen besorgte Liam mit seinen Französischkenntnissen Baguette für unser Frühstück und dann ging es auch schon weiter nach Lacanau-Ocean (Google Maps).

Hier verbrachten wir die nächsten Wochen im stetigen Wechsel; mal einige Tage im Pinienwald direkt am Atlantik auf dem Großparkplatz am "Plage sud", oder am Binnensee in Le Moutchic. Der dortige Stellplatz mit seinen angrenzenden, verfallenen Gebäuden war schon damals sicherlich nicht der Schönste, bot aber zu diesem Zeitpunkt in seenähe alles was man brauchte: Strom, Frischwasser, Entsorgung etc. für 10 Euro Gebühr am Tag; mittlerweile wurde der Platz leider geschlossen. Liam wurde dort zum Windsurfer und auch Ulla frischte ihre diesbezüglichen Kenntnisse wieder auf. Wir lernten nette Menschen kennen und verbrachten gemütliche Abende zusammen bei einem guten Bordeaux am Grill. Das übernachten im Pinienwald war zu diesem Zeitpunkt leider nicht möglich, vor 23 Uhr musste man den Wald verlassen. Dieses Verbot wurde von der Polizei des Öfteren kontrolliert und verbliebene Wohnmobilisten mit lautem Sirenengeheul vertrieben. Gute Parkplätze für die Nacht gab es in den angrenzenden Wohngebieten reichlich. Den etwas außerhalb gelegenen Stellplatz "Air de Service du Huga" haben wir möglichst gemieden um das pulsierende Leben, geprägt von jugendlichen Wellenreitern und Kitern in Lacanau-Ocean mit kurzen Fußwegen erleben zu können. Restaurants zum Schlemmen oder einfach nur Verweilen gab es reichlich, aber auch Bummel entlang der Strandpromenade trugen zur Entspannung bei. Die Rückfahrt traten wir erst kurz vor Ferienende an. Sie führte uns über die N10 vorbei an Tours in Richtung Paris (Google Maps). Ab Paris nutzten wir dann doch die Autobahn Richtung Belgien, legten kurz vor der Grenze noch eine mehrstündige Schlafpause ein, um dann früh am Morgen die letzten Kilometer zu fahren. Pünktlich zur Ankunft der Busse mit unseren beiden "Großen" Lagerkids erreichten wir dann unser "Home" (Google Maps).