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Osterferien - Campingurlaub im Camp du Domaine

Schon früh hatte ich die Planung für die Osterferien abgeschlossen; die nötigen Arbeiten an unserem IXEO (TÜV-Abnahme, neue Aufbaubatterie, Dichtigkeitsprüfung, Anbau eines gebrauchten Fahrradträgers etc.) hatte das RSC Dülmen zu meiner vollsten Zufriedenheit durchgeführt, Liam und sein Stiefbruder Colin standen als Mitfahrer fest, der Stellplatz "P14" des Camp du Domaine in Bormes-les-Mimosas war gebucht, Abfahrtzeit und Route festgelegt. Für die Hinreise war aus Zeitgründen die überteuerte französische Autobahn vorgesehen. So ging es vorbei an Köln und dann, mit einem längeren Zeitverlust aufgrund eines Staus sowie eines kurzen Tankaufenthaltes (1.34 € / Liter Diesel), durch Luxemburg in Richtung Côte d’Azur (Google Maps). Auf einem Autobahnparkplatz wenige Kilometer hinter der französischen Grenze legten wir einen kleinen Stopp ein und schauten das Abendspiel der Fußball Bundesliga. Der BVB trennte sich in einem dramatischen Wettkampf vom VFB Stuttgart 4:4. Die in der Nachspielzeit verlorenen Punkte auf dem Weg zur 8. Deutschen Meisterschaft sorgten trotz des tollen Spiels dafür, dass es nicht besonders gut gelaunt weiter ging. Gegen 24 Uhr übermannte mich die Müdigkeit und daher legten wir auf einem Autobahnparkplatz eine Schlafpause ein. Schon gegen 8 Uhr am folgenden Morgen waren wir wieder auf Achse. Bei Dieselpreisen von 1,53 € / Liter versuchte ich im Windschatten diverser Wohnmobile bzw. Busse den Verbrauch etwas zu senken.

Camp du Domaine

Aufgehalten durch die vielen lästigen Stellen zur Bezahlung des Wegegeldes erreichten wir, um ca. 93 € ärmer, erst gegen 16 Uhr das Camp du Domaine. Nachdem der Check-in erledigt, das Motorrad vom Hänger geholt und dieser auf dem gesicherten Parkplatz des Campingplatzes abgestellt war, richteten wir uns bei 25 Grad und blauem Himmel auf Stellplatz P14 ein.

Ein Großteil der Besucher des Camp du Domaine richtet sich jedes Jahr immer wieder auf dem gleichen Stellplatz ein. Bei herrlichem Wetter bummelten wir dann über den Platz um Freunde und Bekannte zu begrüßen. Die beiden Jungs tobten sich gut gelaunt am Strand aus. In den nächsten Tagen genossen wir bei vorwiegend schönem Wetter das Campingleben und herrliche Sonnenuntergänge - oft bei einem leckeren Glas Rotwein aus dem Weinbaugebiet Côtes de Provence, erworben in der naheliegenden Weinhandlung Caveau dei Bormani. Abwechslung in das Campingleben brachten u.a. ein längerer Spaziergang in die nähere Umgebung, eine Motorradtour mit Ulla entlang der Küste nach Saint-Tropez und eine weitere sehr kurvenreiche nach Collobrières sowie eine Fahrradtour mit Liam und Colin nach Le Lavandou. Unvergesslich bleibt natürlich auch der Abend, an dem der BVB gegen "die Überheblichen aus dem Süden" mit einem 1:0 Erfolg das Tor zur Titelverteidigung der Deutschen Meisterschaft weit aufstieß. Der vor dem Wohnmobil platzierte Fernseher zog im Laufe des Spiels mehr und mehr Fans an. Die Stimmung nach dem Spiel war fantastisch und wir "begossen" zur Krönung des Abends den Erfolg des BVB mit einem Glas Champagner.

Die Rückreise

Die Rückreise wurde kurzfristig auf Freitag vorverlegt, es sollte ohnehin regnerisch werden. So konnten wir zum einen die Platzkosten für einen Tag (immerhin ca. 40 € bei 4 Personen) sparen und hatten genug Zeit Nationalstraßen zu nutzen, um die Straßenräuberei auf den französischen Autobahnen umgehen zu können. Zudem würde Colin etwas von der Schweiz sehen, wir könnten noch einen ausgiebigen Samstagsmorgen-Bummel über den Markt in Freiburg machen und im Anschluss das Revierderby auf dem Stellplatz Eschholzpark erleben. Bei noch herrlichem Wetter machte ich das Wohnmobil am Donnerstag reisefertig. Freitagmorgen fuhren wir bei immer wieder leichtem Nieselregen "über Land" in Richtung Grenoble. Kurz vor Grenoble entschlossen wir uns, um Freiburg im Breisgau noch zu einer moderaten Zeit zu erreichen, die wenigen noch verbleibenden Kilometer bis zur Schweiz wieder mautpflichtige Autobahnen zu nutzen. Nicht davon ausgehend, dass wir für die etwa 120 Kilometer weit über 30 € Maut zahlen mussten, änderte ich die Einstellung des Navigationssystems entsprechend. Wir ärgerten uns jedoch nicht nur über diese Wegelagerei, sondern standen bei Aix-les-Bains zudem noch fast 4 Stunden im Stau. So legten wir auf einem Schweizer Rastplatz bei Lausanne eine Schlafpause ein und erreichten den Stellplatz Eschholzpark (dieser Stellplatz ist seit Mitte November 2020 geschlossen, siehe Stellplatz-Freiburg) in Freiburg im Breisgau (Google Maps) erst am Samstag gegen 10 Uhr. Das dortige Einchecken, rückwärts Einparken mit dem Hänger (!) und Einrichten auf dem Stellplatz erledigten wir problemlos und schnell, um gleich darauf mit unseren Fahrrädern in die Stadt zu fahren. Wie bei jedem Aufenthalt in dieser herrlichen Stadt ließen wir uns durch beschauliche Gassen und über den lebhaften Markt treiben. In der "Alten Wache", dem "Haus der badischen Weine" genossen wir bei zwei leckere Gläser Silvaner die Sicht auf das bunte Markttreiben. Den regnerischen Nachmittag sowie den Abend verbrachten wir im Wohnmobil. Dort konnten wir zuerst den 2:1 Erfolg des BVB im Revierderby gegen die tretenden Jungs in Blau-Weiß aus einem Gelsenkirchener Stadtteil genießen und später das unentschieden "der Überheblichen aus dem Süden" gegen Mainz. Gut erholt und erfreut durch den 8 Punkte-Vorsprung auf die natürlich immer noch besser Fußball spielenden "Überheblichen aus dem Süden" rollten wir sonntags gemütlich auf dem üblichen Weg heimwärts.