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Sommerferien - Französische Atlantikküste

Auch diese Sommerferien wollten wir an der Côte d'Argent verbringen, zum größten Teil ohne Kids in Contis-Plage, einem zu Saint-Julien-en-Born gehörendem Strandort, welchen wir im letzten Sommer aufgrund des Unfalls leider nicht erreicht haben. Dort wollten wir relaxen, Radtouren unternehmen, Freunde und Bekannte treffen und Ulla mit ihrem Surfbrett die Wellen meistern. Einige Besuche und Besichtigungen auf der Anreise sollten diese Tour abrunden.

Reims

Schon Mittwochs verließen wir Haltern am See um in Velen den Schulabschluss mit Ullas Klasse zu feiern. Den Donnerstag verbrachte Ulla mit Ihren Kollegen; zuerst meisterten sie mit ihren Fahrrädern die Stecke von Velen über Gescher nach Coesfeld um dort im Anschluss den Abschluss des Schuljahres zu feiern. Auf Ihre Rückkehr wartend verbrachte ich den Tag auf dem "Stellplatz am Konzert Theater" in Coesfeld. Da Ulla am Freitag nicht mehr zur Schule musste, machten wir uns schon früh auf den Weg zu unserem ersten Etappenziel. In Reims wollten wir eine Freundin besuchen und die Sehenswürdigkeiten der Stadt erkunden (Google Maps). Ohne Stau erreichten wir schon am frühen Nachmittag die dortige zentral gelegene "Aire de Camping-Cars". Gleich nach dem Einrichten auf dem Stellplatz radelten wir zur Kathedrale Notre-Dame de Reims, trafen dort unsere Freundin und besichtigten die zum UNESCO-Welterbe gehörende, als Monument historique klassifizierte Kathedrale, eine der architektonisch bedeutendsten gotischen Kirchen Frankreichs, in welcher jahr­hunderte­lang die französischen Könige gekrönt wurden. Das herrliche Wetter animierte zu einem Bummel durch die schöne Altstadt. Bei einem kühlen Getränk in einem der vielen Kneipen besprachen wir den kommenden Tag bevor wir uns auf den Rückweg zu unserem Wohnmobil machten. Samstags besichtigten wir zuerst die Basilika Saint-Remi und im Anschluss die Pommery. Den Abend verbrachten wir in einer urigen aber recht teuren "Hinterhofkneipe" in der Altstadt.

Lacanau-Ocean

Der Sonntag war dann wieder "Reisetag". Früh verließen wir nach herzlicher Verabschiedung Reims in Richtung Lacanau-Ocean (Google Maps). Den Stellplatz "Air de Service du Huga" wollten wir als Ausgangspunkt nutzen und mit dem Rad Ullas "Großen", mit seinem Volvo campend im Pinienwald am Plage sud, zu besuchen. Über die mautpflichtigen Autobahnen (101,80 €) erreichten wir den  Stellplatz gegen 19:30 Uhr. Leider ist dieser nicht besonders schön, weit abgelegen und wieder teurer geworden (jetzt 13,80€). Es ist aber mittlerweile die einzige legale Möglichkeit mit dem Wohnmobil in Lacanau-Ocean zu übernachten. Bei fast 40 Grad machten wir uns dann am Montag mit unseren Rädern auf den Weg in den Pinienwald am Plage sud. Dort besuchten wir Ullas früheren Surflehrer und natürlich ihren "Großen". Später bummelten wir durch den Ort und erfrischten uns in einer der vielen Kneipen. Den Abend verbrachten wir vor unserem Womo. Wir wussten jetzt: Lacanau-Ocean war nicht mehr "unser" Ort! Voller Einschränkungen für Wohnmobilisten, überall nur Kommerz und Flair wie auf einer großen Kirmes. So war bei uns die Vorfreude auf Contis-Plage riesig.

Contis-Plage

Am Dienstag machten wir noch einige Einkäufe im SuperU in Lacanau bevor es Richtung Contis-Plage ging. Obwohl wir das mautpflichtige Teilstück umfuhren erreichten wir schon um 12 Uhr die "Air du Camping-car du Phare" (Google Maps). Ca. 4 Kilometer vor der Autobahnausfahrt war das nach unserem Unfall im letzten Sommer ausgebesserte Stück Leitplanke gut zu erkennen. Da gerade direkt neben unseren Freunden aus Großalmerode ein schöner Aussenplatz frei wurde, richteten wir uns dort bei über 35 Grad ein. Noch war es uns nicht bewusst: Diesen Platz sollten wir 5 Wochen nicht mehr verlassen! Unsere Freunde mussten leider am nächsten Tag die Heimreise antreten. Also ließen wir den Tag zusammen ausklingen, zuerst an unseren Wohnmobilen und später am Strand. Wie schon angemerkt, die nächsten Wochen verbrachten wir rund um Contis-Plage genau wie geplant: Wir entspannten bei spannenden Krimis, relaxten in der Sonne am Strand, unternahmen mehrere Radtouren, bummelten über den 2 mal wöchentlich stattfindenden Markt, beobachteten einige Sonnenuntergänge am Strand, genossen den ein oder anderen Abend die schöne Stimmung und die Livemusik in der Strandbude, trafen viele Freunde und Bekannte und Ulla meisterte mit ihrem Surfbrett die Wellen.

Die Rückfahrt

Nicht wie geplant mit Besuchen in La Rochelle und der Île de Ré ging es Anfang der letzten Ferienwoche zurück. Mautfrei fuhren wir montags die uns aus den letzten Jahren bekannte Strecke nach Orleans. Den zuerst angefahrenen Stellplatz in St. Jean le Blanc gab es nicht mehr und so machten wir uns auf den Weg zur "Aire de Camping-Car" in La Chapelle-Saint-Mesmin. Pech gehabt; dieser war nach der Einfahrt eines Wohnmobils direkt vor uns voll beleg. So fuhren wir nochmals ca. 20 Kilometer weiter zur "Aire de Camping-Car" in Meung-sur-Loire (Google Maps). Da auch dieser Platz voll belegt war gesellten wir uns zu einigen Wohnmobilen, welche auf einem Großparkplatz direkt vor dem Stellplatz standen.

Früh am nächsten Morgen ging es mit dem Ziel Maastricht (Google Maps) weiter. Mautfrei bis Paris und dann mautpflichtig (20,60 €) Richtung Belgien. Gegen 16 Uhr erreichten wir unser Ziel, den "Stellplatz Marina Maastricht". Leider war auch dieser voll belegt und so mussten wir weiter zum "Camperplaats Maastricht". Von dort war die Innenstadt mit unseren Rädern schnell erreicht und so bummelten wir zum Abschluss des Urlaubs durch die schöne Stadt. Die letzten etwa 180 Kilometer waren dann am Mittwoch schnell gefahren (Google Maps).