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Herbstferien - Heidelberg, Bodensee, Freiburg im Breisgau und Mainz

Aufgrund der leider immer noch grassierenden Coronapandemie und den daraus resultierenden Risikogebieten in den wärmeren Regionen Europas entschieden wir uns für einen Verbleib in Deutschland. Der Aufenthalt am Bodensee in den Herbstferien 2018 hatte uns sehr gut gefallen und da das Wetter im Süden Deutschlands im Regelfall besser ist als im Norden, wollten wir in südliche Richtung ziehen. Davon ausgehend, dass viele Camper ähnlich handeln und daher Stell- bzw. Campingplätze im gesamten Bundesgebiet sehr voll sein würden, buchte ich einige Tage vor Reiseantritt für acht Tage einen Platz auf dem Campingplatz Hegne in der Nähe von Konstanz. Für die Anreise waren zwei Etappen vorgesehen; das erste Ziel sollte der Wohnmobilstellplatz Heidelberg werden. Geplant war, von hier aus am Samstag Heidelberg zu erkunden, bevor wir sonntags die Weiterfahrt zum Bodensee antreten wollten. Hier waren Radtouren in die Orte Konstanz, Allensbach, Radolfzell am Bodensee und zur Insel Reichenau vorgesehen. Zudem wollten wir bei entsprechenden Wetterbedingungen noch unsere bis dato erworbenen Fähigkeiten auf unseren SUPs verbessern.

Heidelberg

Freitags gleich nach Schulschluss fuhren wir fast staufrei von Waltrop aus über die A45 / A5, vorbei an Frankfurt am Main nach Heidelberg. Den stadtnahen Wohnmobilstellplatz Heidelberg erreichten wir schon gegen 16 Uhr (Google Maps). Gleich nach Ankunft entrichteten wir die für zwei Übernachtungen anfallende Gebühr (30 €) - einzuwerfen mit einem auszufüllenden Formular in einen dafür vorgesehen Briefkasten. Den Nachmittag und Abend verbrachten wir dann vor - die Sonne kam sogar einige Male zum Vorschein - und in unserem IXEO. Am nächsten Tag radelten wir bei bestem Wetter in Richtung Altstadt. Diese und das über mehr als 300 Treppenstufen zu erreichende Schloss besichtigten wir dann zu Fuß. Später bummelten wir am Nekar entlang, danach durch die Einkaufszone, bevor wir am späten Nachmittag zum Stellplatz zurückfuhren und dort den Abend verbrachten.

Campingplatz Hegne am Bodensee

Der Sonntag begann dann mit einem Schreck: Der Kreis Recklinghausen war seit Samstag Corona  Hotspot und in Baden-Württemberg galt ein Beherbungsverbot für Personen aus diesen Regionen. Nach einem Telefonat mit einer freundlichen Mitarbeiterin des Campingplatz Hegne konnten wir aber die Weiterfahrt zum Bodensee antreten. Das Beherbungsverbot sollte für uns nicht gelten, da wir den Kreis Recklinghausen schon freitags verlassen hatten und dieses anhand des Abschnittes unseres Formulares vom Wohnmobilstellplatz Heidelberg belegen konnten. Wir verließen Heidelberg gegen Mittag, fuhren weiter über die A5 Richtung Karlsruhe, dort auf die A8 Richtung Stuttgart und dann über die A81 in Richtung Konstanz. Den Campingplatz Hegne erreichten wir gegen 14:30 Uhr; der Checkin verlief problemlos und bald konnten wir uns auf diesem kleinen und gemütlichen Campingplatz einrichten (Google Maps).

Konstanz

Den kalten und verregneten Montag verbrachten wir, nur unterbrochen von einer Einkaufsfahrt nach Allensbach in einer der wenigen Regenpausen, in unserem IXEO. Der Dienstag blieb dann zum Glück regenfrei, sodass wir am frühen Nachmittag unsere erste längere Fahrradtour mit dem Ziel Konstanz antreten konnten. Entlang des Bodensee-Radwegs war Konstanz schnell erreicht (Google Maps). Nach einem Bummel durch die Altstadt, kleineren Einkäufen und einer nicht wirklich überzeugenden Pizza im Selin direkt vor dem Konstanzer Münster fuhren wir zum Campingplatz zurück. Bei einem Glas Rosé betrachteten wir noch den Sonnenuntergang direkt am Seeufer, bevor wir uns das enttäuschende 3:3 unserer Nationalmannschaft gegen das Team der Schweiz ansahen.

Radolfzell am Bodensee

Auch der Mittwoch war regenfrei und wir wurden am frühen Nachmittag wieder aktiv. Die heutige Radtour sollte uns in das ca. 12 Kilometer entfernte Radolfzell am Bodensee führen. Diese Tour war schöner zu fahren als die gestrige - zuerst durch Allensbach und dann fast ausschließlich durch Wiesen und Felder (Google Maps). Entspannt bummelten wir durch den Ort und genossen in einem Café den Seeblick, bevor wir den Rückweg antraten. Auch diesen Abend entspannten wir am Seeufer des Bodensees und genossen den herrlichen Sonnenuntergang. Diesen schönen Tag wollten wir vor dem TV im Wohnmobil bei einem vermeintlichen Sieg des BVB im Champions League Spiel beim AS Rom abrunden. Leider vermieste uns der miserable Kick unseres Vereins ziemlich die Laune (3:1).

Die Insel Reichennau

Weder donnerstags noch freitags waren aufgrund niedriger Temperaturen und größeren Regenmengen Radtouren möglich. Am Samstag freuten wir uns schon auf das Spiel des BVB bei der TSG aus Hoffenheim (0:1), das uns vom Ergebnis nicht enttäuschte - ein hartes Stück Arbeit! Der Sonntag wurde wieder sportlich angegangen; verbunden mit einer schönen Radtour erkundeten wir die "Insel" Reichenau. Der Regen hatte sich in die Mitte Deutschlands verzogen und die Temperaturen erreichten angenehme Werte. Erst gegen Mittag radelten wir zuerst wieder in Richtung Konstanz und dann über den mit Pappeln gesäumten Reichenauer Damm zur "Insel" Reichenau (Google Maps). Nach einem warmen Getränk am Jachthafen strampelten wir gut gestärkt zum Campingplatz zurück und wurden dort vom "Fuchs des Platzes" begrüßt.

Freiburg im Breisgau

Die Temperaturen im Süden Deutschlands kletterten mit Beginn der neuen Woche wieder in Richtung 20 Grad, in Freiburg im Breisgau sollten sie diese sogar überschreiten. Da sich der von den Stadtvätern Freiburgs leider erzwungene Umzug des Wohnmobilstellplatzes am Eschholzpark auf den Großparkplatz des neuen Stadions verspätet hatte, wollten wir diesen ein letztes Mal anfahren (der Stellplatz ist seit Mitte November 2020 geschlossen, siehe Stellplatz-Freiburg). Auf ging's zu unserer Lieblingsstadt! (Google Maps). Ein Stadtbummel mit kurzem Aufenthalt in der Alten Wache, dem Badischen Weinhaus am Freiburger Münster, waren wie immer schöne Gelegenheiten die Seele baumeln zu lassen. Auch die nächsten Tage verbrachten wir bei angenehmen Temperaturen und diversen Radtouren rund um Freiburg. Eine dieser Touren führte uns in das ca. 15 Kilometer entfernte Bad Krozingen (Google Maps). Bei einer Stärkung im Restaurant dipiù kamen wir mit einem Mann am Nebentisch ins Gespräch. Wie sich herausstellte, wohnt er zufälligerweise ca. 100 m von uns entfernt in Haltern am See und ist zur Zeit mit dem Wohnmobil unterwegs nach Portugal.

Mainz

Den verregneten Freitag nutzten wir für die erste Etappe unserer Rückfahrt - unser Ziel: Mainz. Der Wohnmobilstellplatz Mainz war laut Promobil Stellplatz APP "Stellplatzradar" absolut geeignet, um von dort aus die nahegelegene Innenstadt zu erkunden. Problemlos und (fast) staufrei erreichten wir den Stellplatz schon gegen 13 Uhr (Google Maps). Nach einem Einkauf im nur wenige Meter entfernten Supermarkt verbrachten wir den Rest des Tages bei mal mehr und mal weniger Regen im Wohnmobil. Der Samstag blieb zum Glück wieder trocken. Nachdem wir ca. 3,5 Kilometer in die Innenstadt geradelt waren, bummelten wir durch die Altstadt und noch ein wenig am Rhein entlang. Pünktlich zum lang erwarteten Abendspiel der Bundesliga waren wir zurück am Wohnmobil. Die Mutter aller Derbys - BVB vs. "Gelsenkirchener Stadtteilverein" - sollte uns einen sportlichen Genuss bereiten (3:0) und unsere Wunden nach dem verlorenen CL-League-Spiel gegen Rom heilen.

Auch die letzte Etappe dieser Tour verlief am Sonntag absolut problemlos (Google Maps).

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